Einerseits fühlt sich das Jahr wie eine Ewigkeit an, andererseits verging es auch wie im Flug.
Wie jedes Jahr gab es Höhen und Tiefen.

Der Streit mit der Versicherung fand endlich ein Ende. Diese Haussache hat wirklich an meinen Kräften gezehrt. Und obwohl wir zum Schluss gewonnen haben, fühlt es sich trotzdem nicht wie ein Sieg an. Wir haben nur ein Drittel der Summe bekommen, die es kostet, Fehler zu beheben und wir haben viel wertvolle Zeit verloren – 2 Jahre. Das einzig positive ist, dass dieses Kapitel jetzt hinter uns liegt. Aber das nächste große Kapitel haben wir jetzt vor uns – die Fehler reparieren und der Hausumbau.

Auch hier geht es nur sehr holprig vorwärts und das Pech verfolgt uns weiter. Leute, die Dinge versprechen und sie dann nicht halten, verschwundene Zeichnungen und Kompetenzmangel, um nur ein paar Dinge zu nennen. Ich bin wirklich mal gespannt, was wir zum Schluss hinbekommen. Denn wenn ich eins aus der Haussache gelernt habe – du kannst niemanden vertrauen, auch den Handwerkern nicht. Alles muss überprüft werden. Das stresst mich ungemein. 

Wir haben jetzt auch ein Jahr lang mit der Firma verhandelt, die bei uns Glasfaserkabel verlegen soll. Und ich kann euch soviel verraten – wir haben immer noch keins. Im November 2023 (!) waren die Gespräche mit allen Nachbarn und der Firma – das ist echt einfach nur nervig. 

Ich frag mich bei solchen Sachen dann immer, ob ich noch einen einzigen Kunden in meiner Physiopraxis hätte, wenn ich so schlecht arbeiten würde. 

Ich möchte dem negativen nicht zu viel Raum geben, aber es gehört zu unserem Jahr dazu, deshalb wollte ich es zumindest kurz erwähnen. Aber jetzt zu den schönen Dingen, die uns dieses Jahr durch die Tiefen geholfen haben.

Im März habe ich mein 10 jähriges Praxisjubiläum gefeiert. Ich habe einen Vortragsabend veranstaltet, auch die Kompressionsstrumpfhersteller waren auf der Veranstaltung vertreten. Es war ein großer Erfolg und ich habe viel positive Rückmeldung bekommen, ob von meinen Kunden, aber auch von anderen teilnehmenden. Wer gerne mehr über meinen beruflichen Rückblick erfahren möchte, kann sich den Blogeintrag hier anschauen. 

Mama war auch zu dieser Zeit zu Besuch, sie war eine große Hilfe! Nicht nur bei der Veranstaltung, sondern auch beim Umzug der Praxis, der nämlich gleichzeitig stattfand – und nicht geplant war. Die Hausverwaltung hat mich in den 4. Stock umgezogen und meinte es sei genug mir das 3 Tage vorher mitzuteilen, obwohl sie das schon seit einem halben Jahr wussten. Bis auf den stressigen Umzug bei laufendem Betrieb gab es aber keine Nachteile für mich. Zwei Stockwerke mehr Treppen laufen schadet keinem und ich habe jetzt eine noch schönere Aussicht. Den Umzug habe ich auch genutzt, um nochmal zwei Schränke anzuschaffen, um besser Ordnung halten zu können. Ich bin sehr zufrieden und dank Mamas Hilfe haben wir das auch gut hinbekommen. Leider war dieses Mal ein bisschen weniger Zeit füreinander, aber an den Strand haben wir es natürlich trotzdem geschafft. 


Im April stand dann ein großes Highlight an. Marco und ich sind mit unserem Caddy in die Berge gefahren. Nur ein paar Autostunden von hier entfernt, am Lysefjord, nicht weit weg vom Preikestolen. Wir waren sehr von der Landschaft hier überrascht und begeistert. Gigantische Staudämme, imposante Wasserfälle und wunderschöne Natur. Hier “hinten” waren wir noch nie.
Allerdings war es deutlich kälter als der Wetterbericht angekündigt hat und so war die Nacht im unbeheizten Caddy bei Minusgrade ein bisschen frisch. Die Nacht war zwar etwas bequemer als unser letztes Autoabenteuer, aber gut geschlafen haben wir trotzdem nicht, denn die Matratze ist einfach viel zu klein und zu hart. Aber es war trotzdem mega schön, der Ausblick entschädigte einiges.

Impressionen – Jahresanfang

Jahresrückblick 2025 – Teil 2