Heute möchte ich euch zeigen wie bei uns so die Adventszeit ausgesehen hat.
Wir haben natürlich hübsch dekoriert und auch fleißig gebacken. Dazu gleich mehr.
Ich habe für Marco dieses Jahr einen Adventskalender gebastelt. Dazu hab ich über den Sommer schon begonnen Klorollen zu sammeln. Gebastelt wurde natürlich an „meinem“ Fenster. Es ist noch immer mein Lieblingsplatz!
Ich habe mich für schlichte Geschenkpapier entschieden. Man kann natürlich auch rot, grünes Weihnachtspapier mit Motiven nehmen, aber ich dachte das braun ist nicht so krass.
Gefüllt wurde der Adventskalender mit Zettelchen und „Kleingruschd“. Ich habe ein paar Sachen im Internet bestellt. Ein Teil ist auch angekommen, aber leider fehlt bis heute noch was. Das ist echt ein bisschen schade, denn ich habe die Sachen rechtzeitig bestellt und sie gehören alle in gewisser Weise zusammen und so geht ein bisschen der Witz verloren. Naja, jetzt muss ich schauen, dass ich den Händler mal kontaktiere und frage was da schief gelaufen ist. Was drin war, zeige ich euch dann in einem anderen Beitrag, das würde sonst zu viel werden hier. Und es ist ja noch nicht alles da.
Vor dem 1. Advent habe ich dann begonnen die Wohnung ein bisschen weihnachtlich zu dekorieren und mit jeder Woche kam nochmal ein bisschen was dazu.
Hier ein paar Eindrücke.
Ich liebe die Weihnachtszeit!!! Alles ist hübsch dekoriert und schön beleuchtet. Ob jetzt im eigenen Haus, in den Geschäften oder auf den Straßen. Ich finde das schön!! Hier wird es mittlerweile schon recht früh dunkel und so kommt die Beleuchtung besonders gut zur Geltung! Leider fehlt noch der Schnee – das wird wohl auch nichts mehr bis Weihnachten. Ich hab auch den eigentlich rechtzeitig bestellt, doch Frau Holle hat es mit dem vielen Plätzchenbacken einfach nicht mehr geschafft.




Ich hab ja schon erzählt, dass wir dieses Jahr Weihnachten traditionell norwegisch feiern wollen. Für diese Region würde das bedeuten, dass es Pinnekjøtt zu Weihnachten gibt. Das ist aus Lammfleisch. Ich esse ja sonst wirklich alle Arten von Fleisch, aber Lamm schmeckt einfach überhaupt nicht. Dennoch hab ich nach fast einem Monat, in dem ich mit mir gerungen habe, ob ich das jetzt nun probieren will oder auf die Tradition sch…, dann doch beschlossen okay, ich kann´s mir vorstellen. Als wir dann aber beim Einkaufen daran vorbei liefen und ich die Fleischstücke gesehen habe, hab ich beschlossen no way, das ess ich nicht. Die Lammrippchen werden mit ganz viel Salz eingerieben und dann für ein paar Tage darin „mariniert“, anschließend wird es 6-8 Wochen zum Trocknen aufgehängt. Zum Kochen wird es dann wieder mehrere Stunden in Wasser eingelegt und danach wird es dann gegart (zum Beispiel auf Birkenzweigen). Und auch wenn es dann fertig zubereitet ist, sieht es echt noch eklig aus. Wir haben uns dagegen entschieden. Aber zum Weihnachtsfest und den Traditionen an sich möchte ich eh nochmal einen eigenen Eintrag machen.

Jetzt zu schöneren Dingen – dem Plätzchenbacken. Das ist hier in Norwegen natürlich auch Tradition. Es werden zwar andere Plätzchen gebacken als in Deutschland, aber da gibt es ja auch in Deutschland regionale Unterschiede und wir haben so viele verschiedene.
Ein kleiner Vorgriff aus den Traditionen.
Hier in Norwegen ist es brauch 7 verschiedene Plätzchen bis Weihnachten zu backen.
Diese Herausforderung haben wir natürlich angenommen und uns für 7 verschiedene, sowohl aus Deutschland als auch aus Norwegen, entschieden.
Natürlich waren die Klassiker – die Ausstecherla dabei und Marcos Lieblingsplätzchen – Schokomonde. Die Schachbrettkekse und die Kokosmakronen gibt es in beiden Ländern. Und aus den norwegischen traditionellen „småkaker“ (Plätzchen) haben wir uns für Berlinerkranser (Berlinerkränze), Brune pinner (Braune Stäbchen) und natürlich Pepperkaker (Pfefferkuchen) entschieden.
Die haben wir natürlich nicht alle an einem Tag gebacken, das wäre viel zu anstrengend. Wir haben es auf 2,5 Tage verteilt.
Am 2. Adventwochenende haben wir Aina eingeladen mit uns zu backen. Wir hatten riesig viel Spaß und haben natürlich auch das ein oder andere Plätzchen probiert. Aina hat dann zum Schluss natürlich auch ein paar Plätzchen mit nach Hause genommen. Denn es waren viel zu viele um sie alle selbst zu essen. Aber das war uns natürlich schon davor klar. Doch wir wollten ja auch welche zum Sprachkurs mitnehmen und auch mit auf die Arbeit (also Marco). Am 3. Adventwochenende haben wir dann die restlichen Plätzchen gebacken. Ich kann euch nicht sagen wie viel wir dann zum Schluss hatten. Aber wir hatten schon allein 200 Pepperkaker und 180 Schachbrettkekse. Wir haben auf jeden Fall 8 große Tupperdosen voll mit Plätzchen. Naja, mittlerweile natürlich nicht mehr, denn wir haben sie fleißig verteilt und selbst gegessen. Ich weiß Eigenlob stinkt, aber sie sind echt gut angekommen und wir wurden viel gelobt. Das war ein tolles Geschenk für den doch etwas größeren Aufwand. Aber wir hatten wirklich Spaß – nebenher liefen natürlich die Weihnachtslieder rauf und runter und zusätzlich hatten wir noch Apfelpunsch. Es war einfach genial und die Weihnachtsstimmung wuchs und wuchs. Ich fühl mich wie ein kleines Kind – ich kann es kaum mehr erwarten bis es endlich so weit ist. Meine Familie hat mir sogar Päckchen geschickt, da bin ich schon mega gespannt was drin ist. Die werden natürlich erst an Weihnachten aufgemacht.




Am 4. Adventswochenende haben wir dann unseren 1. eigenen Weihnachtsbaum aufgestellt.
Ich muss zugeben er ist Plastik, aber das hat verschiedene Gründe warum wir uns gegen einen echten entschieden haben.
Es war aber wirklich ein Drama bis wir endlich einen Baum hatten. Denn wir wollten natürlich einen der auch ein bisschen hübsch ist und nicht so ein übles „glump“. Als wir dann endlich einen gefunden hatten, gab´s den natürlich nicht mehr. Und auch mit den Kugeln mussten wir Kompromisse eingehen. Denn eigentlich sollten es rote und goldene Kugeln werden. In Gold gab’s aber leider nichts, das uns gefallen hätte. Deshalb wurde es halt doch Silber. Aber das ist ja auch hübsch. Wir hatten zwar schon eine goldene Spitze (denn wir waren in tausend verschiedenen Geschäften und hofften noch goldene Kugeln zu finden), aber da würde uns schon was einfallen. Ich wollte eigentlich eh eine außergewöhnlichere Spitze. Denn zu Hause bei meinen Eltern haben wir jetzt schon seit einigen Jahren einen Engel als Spitze. Den haben meine Schwester und ich damals selbst gebastelt nach dem unsere damalige Spitze leider zerbrochen ist.
Von einer Freundin hatte ich schon vor Wochen einen Basteltipp zu einem Stern bekommen. Den wollte ich auch tatsächlich ausprobieren, allerdings dachte ich da gar nicht an die Christbaumspitze.
Ich hatte eigentlich geplant mehrere Sterne zu basteln und diese dann an den Baum zu hängen. Aber dazu war ich zu unmotiviert, denn der Stern war aufwendiger als ich dachte. Deshalb blieb es bei einem.
Und wie sich herausstellte passt dieser perfekt auf den Weihnachtsbaum. Und so haben wir dieses Jahr eine selbstgebastelte Christbaumspitze. Ich find’s ganz hübsch!
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=PCU_JmyhXNo]
Hier noch ein paar Tipps.
Ich höre zurzeit ganz fleißig Musik von der Band Pantatonix. Ich liebe die Musik. Das ist eine A-capella-Band. Die haben auch ein Weihnachtsalbum. Ich kann sie euch nur wärmstens empfehlen.
Wer vielleicht Lust hat nächstes Jahr selbst mal ein paar norwegische Plätzchen zu backen. Ihr könnt mich gerne anschreiben, dann kann ich euch unsere Rezepte gerne weiterleiten.

Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit mit euren Liebsten!!